Die richtige Fußpflege bei Diabetes

Menschen mit Diabetes sollten ihre Füße täglich sorgfältig pflegen.

 

Aus den Augen, aus dem Sinn?

Manche Menschen mit Diabetes wissen nicht, dass sie ein erhöhtes Risiko für Fußprobleme haben.

 

Auf was sollten Sie beachten?

  • Kontrollieren Sie Ihre Füße täglich (ein Spiegel erleichtert Ihnen die Kontrolle).
  • Zeigen Sie Veränderungen (Druckstellen, Verletzungen,...) Ihrem Arzt.
  • Vergessen Sie dabei die Zehenzwischenräume nicht!
  • Denken Sie daran, Ihre Schuhe auf Fremdkörper wie kleine Steinchen und dergleichen zu kontrollieren
  • Verletzungen an den Füßen auf keinen Fall in Eigenregie "behandeln".

 

Fußbad

  • Waschen Sie Ihre Füße täglich mit einer milden und rückfettenden Waschlotion.
  • Schrubben Sie die Füße nicht zu fest ab, sondern verwenden Sie einen weiches Tuch.
  • Fußbäder sollten nicht länger als drei Minuten dauern.
  • Die Wassertemperatur sollte höchstens 35 Grad Celsius warm sein.
  • Prüfen Sie die Temperatur immer mit einem Badethermometer.

Niemals: Füße zu heiß baden. Sonst riskieren Sie Verbrennungen, vor allem wenn die Nerven durch den Diabetes geschädigt sind und Sie Hitze oder Kälte nicht mehr sicher unterscheiden können.

 

Abtrocknen

  • Trocknen Sie Ihre Füße vorsichtig ab
  • Tupfen nicht rubblen
  • Tupfen Sie die Füße nach dem Waschen mit einem weichen Handtuch sorgfältig ab.
  • Im Zwischenzehenbereich verwenden Sie am besten ein weiches Tuch (Kosmetiktuch).
  • Achtung: Fußpilz liebt es warm und feucht. Bei Verdacht auf Fußpilz unbedingt den Arzt aufsuchen.

 

Hornhaut entfernen

  • Bitte lassen Sie Ihre Schwielen von einem gut ausgebildeten Fußpfleger(in) entfernen.

 

Nagelform: gerade oder rund?

  • Verwenden Sie zum Nägelkürzen eine Feile
  • Nägel nur soweit kürzen, bis sie mit der Zehenkuppe abschließen
  • Feilen Sie die Nägel nicht rund sondern gerade (sonst wachsen sie leicht ein).

 

Pflegeprodukte

  • Pflegen Sie Ihre Füße täglich mit einer rückfettenden Creme.
  • Die Zehenzwischenräume NICHT eincremen, da das feuchte Klima Infektionen begünstigt.

 

 

Fuß- oder Nagelpilz

Der Fußpilz ist eine Pilzinfektion die durch Fadenpilze (Dermatophyten) hervorgerufen wird.

Bei der Entstehung von Fußpilz spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Innere Faktoren können z.B. Stoffwechselerkrankungen sein.Patienten mitDiabetes mellitus, Durchblutungsstörungen haben ein erhöhtes Risiko für Fußpilz oder Nagelpilz. Eine weitere Ursache kann aber auch eine Antibiotikatherapie sein.

 

Eine indirekte Ansteckung ist überall dort möglich, wo Menschen in feucht-warmen Umgebungen barfuß laufen, die dies sonst nicht tun – etwa in Schwimmbädern, Saunen  oder öffentlichen Duschen.

Eine feuchte Umgebung in Schuhen(z.B. Fußschweiß), mangelndes Abtrocknen oder zu enges Schuhwerk, fördert die Fußpilzinfektion.

Symptome

Typisch für Fußpilz sind Juckreiz, Schuppung, Rötung und manchmal auch Bläschen. Sollten Sie solche Symptome bei Ihnen feststellen suchen Sie bitte Ihren Arzt auf!

 

Vorbeugung

  • Badeschlappen helfen Fußpilz vorzubeugen
  • Nicht dort barfuß laufen, wo andere es vielleicht auch tun (Schwimmbad, Hotelteppich...)
  • Socken und Handtücher bei mindestens 60 Grad waschen (sonst überlebt der Fadenpilz)
  • Für die Füße am besten ein eigenes Handtuch verwenden.
  • Socken und Handtücher täglich wechseln
  • Bei Verdacht auf Fuß- oder Nagelpilz unbedingt zum Arzt gehen.

 

 

 

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